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swissBEST INVEST AG liquidiert und gelöscht
Nachdem der Konkursrichter des Bezirksgerichts Zürich über die swissBEST INVEST AG mit Sitz in Zürich mit Wirkung ab dem 24.11.2009, 10.00 Uhr, den Konkurs eröffnet hatte, wurde nunmehr das Konkursverfahren mit Verfügung vom 08.01.2010 mangels Aktiven eingestellt und die Gesellschaft von Amts wegen gelöscht (20.04.2010).
Die swissBEST INVEST AG hatte über Jahre hinweg angeblich sichere Anlagen beispielsweise in Form von Lebensversicherungen vertrieben. Dabei sollte im Mantel einer schweizer Lebensversicherung Vermögensverwaltung betrieben werden und damit deutlich höhere Renditen als bei deutschen Lebensversicherungen erzielt werden. Damit sich das gAnze so richtig lohnt, wurde vielen Anlegern empfohlen, neben einem Anteil Eigenkapital auch noch ein Darlehen aufzunehmen und in die Versicherung zu investieren. Da im Rahmen der Vermögensverwaltung nur in Produkte mit Kapitalschutz investiert werden sollte, könne gar nichts schief gehen, wurde vielen Anlegern suggeriert.
Das in einer derartigen Hebelkonstruktion aber enorme Risiken stecken, wurde meist verschwiegen und so gab es bei vielen Anlegern bereits nach kurzer Zeit ein böses Erwachen, als die Bank die Zinsen für das Darlehen erhöhte oder Nachbesicherung verlangte.
Namen, die im Zusammenhang mit dem Vertieb der Produkte der swissBEST INVEST AG immer wieder bei unseren Mandanten auftauchen, sind Frank Kiep sowie die Sachsenhyp GmbH bzw. ein sog. "Service Center Leipzig" mit den Herren Rene Pleyl und Hansjürgen Gebhardt.
Nachdem nunmehr die swissBEST INVEST AG selbst nicht mehr existiert, stellt sich für viele geschädigte Anleger natürlich die Frage, ob und gegen wen sie überhaupt noch Schadensersatzansprüche geltend machen können. Hier muss in jedem Einzelfall geprüft werden, welche Beteiligte in welcher Funktion aufgetreten sind, um nach geeigneten Anspruchsgrundlagen zu suchen.
Markus Viertel
Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht
